Stefan Tür

Stefan Tür

Aus der Fortsetzung von 'ChancenPool'

Blog über die Fortsetzung des im Januar erschienenen Romans 'ChancenPool' von Stefan Tür.

www.die-erlebnisse-des-robert-wick.de

Der Roman 'ChancenPool' ist im Januar 2017 erschienen
und überall im Buchhandel oder über Tredition erhältlich.
Das E-book gibt es u.a. bei Amazon.

Stefan Tür lebt und schreibt auf See.

Die Handlung dieses Romans ist frei erfunden. Sämtliche Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Ereignissen oder Personen sind rein zufällig und nicht gewollt.

Aus der Feder Stefan Tür's (24.02.17)

RomanPosted by Stefan Tuer Feb 24, 2017 20:15

„Wenn Sie kein Detektiv sind, was ist dann Ihr Geschäft? Wenn Sie nichts weiter tun als zuhören, fragen und reden. - Nehmen Sie Zucker?“ Am Ende des einladend gedeckten Tresens, der im ‘Happy-Hour‘ Tische ersetzt, haben die beiden letzte freie Hocker besetzt und befinden sich mit ihren Plätzen neben Ufo-Gläubigen, wie sie hier tagtäglich Neuigkeiten über aktuelle Sichtungen im San Luis Valley austauschen. „Nicht beim ersten, nein danke. - Von dem Wenigen, was zu raten übrig bleibt, bin ich vielleicht ein Jäger im Wald der Wirren dieser Welt.“ Womit Robert den hilfsbereiten Canalla noch mehr ins Grübeln bringt. „Da an Ihnen keine Ähnlichkeit mit uns Ute-Indianern zu sehen ist, sage ich, Sie sind ein Robin Hood.“ So hätte Robert die Einschätzung des Weisen natürlich am liebsten und wäre stolz darauf. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Man erwartet von ihm Stories, die sich verkaufen lassen. „Gut kombiniert. Echte Indianerspürnase, aber ich bin bloß Journalist.“ Erstaunt blickt Canalla mit hochgezogenen Augenbrauen fragend in Robert’s Gesicht, um zu ergründen, warum dieser unzufrieden ist. Bringt der Job doch gewiss gutes Geld. „Aha, dann werden Sie eine Geschichte über Mrs. Anderson schreiben, nicht wahr?“ Robert rutscht sich auf dem lederbezogenen Sitz zurecht, als wolle er es zum Erzählen bequemer haben. „Auch noch einen Kaffee, Canalla?“ „Ich werde nicht nein sagen, wenn ich von meinem großen Freund höre, was andere erst später lesen können.“ Robert hat verstanden und bestellt die zwei Kaffee, bevor er beginnt. „Die Witwe möchte alle Menschen wissen lassen, warum sie ihren Kindern nichts vererben will. Es ist ihr wichtig, die Beweggründe kundzutun. Jetzt, damit schon vor ihrem Tod einer schlechten Nachrede vorgebeugt ist. Denn mit dem Ende rechnet sie täglich, warum auch immer.“ Trotz der lauter gewordenen Musik unterbricht Robert, um sich zu vergewissern, keine weiteren Mithörer geweckt zu haben, was Canalla befürwortet. Hat er doch, angetan vom soeben Erfahrenen, Überraschendes zu berichten. „Nicht das Alter, ist ihre Furcht zu sterben. Eine gute Gesundheit ist ihr geblieben. Nein, Mrs. Anderson glaubt angeblich den Mörder sogar zu kennen, der auch sie umbringen soll.“ „Woher die Nachricht, Canalla?“ „Über Jahrzehnte sorgte unser Stamm für das Wohl der Andersons und so auch heute noch Familienangehörige von mir. Wir schweigen zu dem was wir hören. Sie sind nicht von hier, so rede ich zu Ihnen.“ Robert kann sich kaum zurückhalten, so gespannt ist er. „Was kann mir mein großer Freund Canalla noch mehr erzählen?“ - Nächsten Freitag werden wir es erfahren, bis dahin, Euer Stefan.

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