Stefan Tür

Stefan Tür

Aus der Fortsetzung von 'ChancenPool'

Blog über die Fortsetzung des im Januar erschienenen Romans 'ChancenPool' von Stefan Tür.

www.die-erlebnisse-des-robert-wick.de

Der Roman 'ChancenPool' ist im Januar 2017 erschienen
und überall im Buchhandel oder über Tredition erhältlich.
Das E-book gibt es u.a. bei Amazon.

Stefan Tür lebt und schreibt auf See.

Die Handlung dieses Romans ist frei erfunden. Sämtliche Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Ereignissen oder Personen sind rein zufällig und nicht gewollt.

Aus der Feder Stefan Tür's (10.03.17)

RomanPosted by Stefan Tuer Mar 10, 2017 16:08
„Wenn das keine Überraschung ist, bonjour Robert!“ „Sei gegrüßt Marie! Wie lange ist das her? Lass dich umarmen.“ „Zu lange, viel zu lange! - Erzähl, wie geht es dir, was treibt deine Tochter?“ Die Fotografin war schon vor Robert im Hause von Mrs. Anderson eingetroffen und hat sich mit ihrer Ausrüstung in der Bibliothek ausgebreitet. Kann sie nicht einfach nur ein Aufnahmegerät auf den Tisch legen, um ihre Arbeit zu erledigen, sondern muss ausleuchten, Reflexionen berücksichtigen und dergleichen mehr, wie es halt die Qualität der Bilder in Illustrierten fordert. So verfolgt sie Robert’s Worte während ihres Umherschwirrens. „Silke ist mit ihrem Prof in Marokko, auf Ausgrabung. Wir hatten letzten November endlich ‘mal begonnen einiges gemeinsam zu unternehmen und eine tolle Zeit. Wollen wir jetzt öfter machen. - Bist Du für den Termin extra aus Paris gekommen?“ „Nein, wo denkst Du hin? Allein wegen dir, mon cher! Natürlich nicht, wir haben in Denver zu tun, Modeaufnahmen. – Bernard, die Kabel hinter die Sessel! Wie ich Monsieur Robert kenne, bevorzugt er es bequem.“ Die Zigarette im Mundwinkel kauend, als wäre sie schuld daran, dass seine Pause noch zu warten hat, ändert der Assistent die Verlegungen. „Hast du sie schon gesehen?“ Erkundigt sich Robert bei der Fotografin, die auch das Model sein könnte, wenn die Attraktivsten in die Linse schauen. „Heute noch nicht und das letzte Mal ist zwei Jahre her, als wir die Aufnahmen mit ihr im Reitstall machten. Seitdem sah man sie nirgendwo. Ist mir also treu geblieben. Kann ich das auch von dir sagen?“ Ohne wirklich eine Antwort zu erwarten, hält Marie-Louise dennoch für einen Augenblick mit ihrem Hantieren inne und wird dafür von Robert durch einen zarten Kuss auf die Wange belohnt. „Aber meine Liebe, ich hätte doch gar keine Zeit.“ „Das glaube ich dir sogar, wo du überall in der Welt umherdüst. Und da du heute hier mit von der Partie bist, wird es sich gewiss auch nicht bloß um den üblichen Klatsch handeln. – Erwarten wir einen Weltkrieg? Zieht die Grande Dame in einen Atombunker?“ Ob von alledem etwas ernst zu nehmen sein könnte, will Robert jetzt nicht kommentieren. Vielleicht später. „Sehen wir uns nach der Arbeit? Ich bin zu einem Mondscheinessen eingeladen. Bei hiesigen Indianern. Interessante Leute. Würde dir sicherlich auch Spaß machen und wir hätten noch ein paar Stunden zusammen. Sag ja, Marie.“ Wobei Robert eigentlich schon die Antwort kennt. Einer von ihnen hat ja nie Zeit. „Haben Sie noch einen Wunsch? Miss Anderson wird in Kürze erscheinen.“ Teilt eine der freundlichen Bediensteten in farbenprächtigem Dress den Besuchern mit. „Bikinishow in den Rockies. Er wird auch dabei sein. Die Helikopter sind zu neun Uhr früh geordert. Ein hunderttausend Dollar-Vormittag. Schade, wir müssen deshalb heute noch die letzte Maschine nach Denver nehmen. Und die startet vor deinem Mondscheinspektakel.“ Als hätte Robert es nicht wieder geahnt, widmet er zur Zerstreuung seine Aufmerksamkeit der Bildergalerie über dem Kamin, kommt jedoch von einem Foto nicht so recht los. Zum ersten Mal sieht er Nancy. Sie muss es sein. Denn hinter ihrem Rollstuhl steht David, Robert‘s ehemaliger Freund aus ‘ChancenPool‘. „Kennen Sie die beiden, Mr. Wick?“ Fragt die herangenahte Hausherrin, ihren Poncho über einen Sessel werfend, noch in Stiefeln und Reithose, und bittet Robert zum Tee, was ihn ins Grübeln bringt, welche Verbindungen hier wohl bestehen. – Nächsten Freitag werden wir es erfahren. Bis dahin, Euer Stefan.

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